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Rechtliche Grundlagen & Beschlüsse

Beschlüsse zur Akkreditierung

„Auf der Ebene des Studiengangs werden die Konzepte der Hochschule zur Geschlechtergerechtigkeit und zur Förderung der Chancengleichheit von Studierenden in besonderen Lebenslagen wie beispielsweise Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Studierende mit Kindern, ausländische Studierende, Studierende mit Migrationshintergrund und/oder aus sogenannten bildungsfernen Schichten umgesetzt.“

Im Verfahren der Systemakkreditierung findet eine Begutachtung der Hochschulen durch eine von der Akkreditierungsagentur bestellten Gutachtergruppe statt (zwei  Begehungen, eine Merkmalsstichprobe, eine Programmstichprobe). „Die Gutachterinnen und Gutachter führen Gespräche insbesondere mit der Hochschulleitung, dem Verwaltungspersonal, den Gleichstellungsbeauftragten, den Verantwortlichen für Qualitätssicherung sowie Vertreterinnen und Vertretern der Lehrenden und der Studierenden.“

Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung. Beschluss des Akkreditierungsrates vom 08.12.2009 i.d.F. vom 10.12.2010, S.12;19 | PDF-Dokument

Das System der Steuerung in Studium und Lehre „gewährleistet die Umsetzung der Qualifikationsziele und angestrebten Lernergebnisse in Studiengangkonzepte, die studierbar sind und das Erreichen des angestrebten Qualifikationsniveaus und Qualifikationsprofils. Hierzu gehören realistische Einschätzung und Überprüfung der studentischen Arbeitsbelastung, Anwendung des ECTS, sachgemäße Modularisierung, adäquate Prüfungsorganisation, Beratungs- und Betreuungsangebote, Berücksichtigung der Geschlechtergerechtigkeit und der besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Kindern, von ausländischen Studierenden und Studierenden mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie Anerkennungsregeln für extern erbrachte Leistungen“.

Kriterien für die Systemakkreditierung. Beschlossen auf der 54. Sitzung des Akkreditierungsrates am 08.10.2007, geändert am 29.02.2008 und 31.10.2008, S. 3| PDF-Dokument

„Der Akkreditierungsrat unterstützt die Forderungen zur geschlechtergerechten Ausgestaltung der Akkreditierungsverfahren und des Akkreditierungssystems. Die Überprüfung der Implementierung von Konzepten der Hochschulen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit ist daher ein unverzichtbares Kriterium in der Programmakkreditierung. Darüber hinaus müssen alle Akteure im Akkreditierungssystem, Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz, Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland mit allen Organen und Akkreditierungsagenturen mit allen Organen und Akteuren die geschlechtsspezifischen Auswirkungen ihrer Entscheidungen beachten. Der Förderung von Geschlechtergerechtigkeit dient auch die angemessene Repräsentanz beider Geschlechter auf allen Ebenen und in allen Stufen des Akkreditierungssystems und der Akkreditierungsverfahren. Bei der Zusammensetzung kollektiver Organe ist dem Rechnung zu tragen.“

Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland: Gender-Mainstreaming in der Akkreditierung. Verabschiedet am 24.02.2006. | PDF-Dokument

„Die Organe müssen bei allen Vorschlägen und Entscheidungen die geschlechtsspezifischen Auswirkungen beachten (Gender Mainstreaming)“

Gesetz zur Errichtung einer Stiftung „Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland“ vom 15. Februar 2005, S. 3| PDF-Dokument

„Außerdem stellt der Akkreditierungsrat sicher, dass der Gender-Mainstreaming-Ansatz des Amsterdamer Vertrages der Europäischen Union vom 2. Oktober 1997 sowie die entsprechenden nationalen Regelungen im Akkreditierungssystem berücksichtigt und umgesetzt werden“ 

Eckpunkte für die Weiterentwicklung der Akkreditierung in Deutschland. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.10.2004, S. 6 | PDF-Dokument 

Beschlüsse zur Akkreditierung von Akkreditierungsagenturen

„Allgemein merken die GA [Gutachter] an, dass die Besetzung der Gremien und GA-Gruppen von einer großen Homogenität hinsichtlich Fachzugehörigkeit, Alter und Geschlecht zeugt und laden die Agentur zu einer größeren Vielfalt ein. […] Die GA empfehlen die Agentur zu prüfen, welche geeigneten Verfahren zur Verbesserung der Vielfalt (Erfahrungshintergrund, Fachzugehörigkeit, Alter, Herkunft und Geschlecht) Anwendung finden können.“

Bericht der Gutachter und der Gutachterin zum Antrag der Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurswissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik e.V. (ASIIN) vom 26.05.2010 auf Akkreditierung und auf Überprüfung der Einhaltung der Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area (ESG). Vorgelegt am 01.02.2011, S. 19f | PDF-Dokument

„Die Akkreditierungsverfahren werden unter Anwendung der einschlägigen Kriterien und Vorgaben des Akkreditierungsrates durchgeführt. Dabei richtet die Agentur ein besonderes Augenmerk auf die Berücksichtigung des Gender Mainstreaming und der Belange von Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten.“

Beschluss zum Antrag der Akkreditierungsagentur für Studiengänge im Bereich Gesundheit und Soziales (AHPGS e.V.). Beschluss des Akkreditierungsrates vom 03.03.2009, S.3 | PDF-Dokument

„Die FIBAA weist bis 30.10.2007 die verbindliche Modifikation des Frage- und Bewertungskatalogs nach, indem sie die Liste der Akkreditierungskriterien, die zu erfüllen sind, um das Siegel des Akkreditierungsrates zu erlangen, um ein Kriterium ergänzt, welches die Überprüfung der Umsetzung der Hochschulkonzepte zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit gemäß Kriterium 10.4. der „Kriterien für die Akkreditierung von Akkreditierungsagenturen“ vom 15.12.2005 zum Gegenstand hat.“

Beschluss zum Antrag der Foundation for International Business Administration Accrediation (FIBAA) auf Reakkreditierung vom 12. Mai 2006. Beschluss des Akkreditierungsrates vom 15.02.2007, S.3 | PDF-Dokument

„Die Überprüfung des Konzeptes der Hochschulen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit wird in Form der Berücksichtigung von Gender Mainstreaming im Studienkonzept durchgeführt. Das entspricht nicht dem Kriterium 10.4. des Akkreditierungsrates. Die Gutachtergruppe schlägt dem Akkreditierungsrat deshalb vor, der Agentur die Auflage zu erteilen, bis zum 31.12.2007 die Überprüfung der Geschlechtergleichberechtigung systematisch in die Überprüfung einzubeziehen und hierfür ein Konzept vorzulegen.“

Gutachterbericht mit Beschlussempfehlung zum Antrag der Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA) auf Reakkreditierung vom 12. Mai 2006, S.18 | PDF-Dokument